25PS001MUE 25PS001EBE Projektsteurer
- Wer?
- Staatliches Bauamt Rosenheim
- Wo?
- Bayern
- Wert?
- 2 Lose
- Frist?
- 02.09.2025(abgelaufen vor 204 Tagen)
- Wie?
- open
Nach dem Bau der neuen Kirche 1769/70 malte Johann Martin Heigl, Schüler und Mitarbeiter von J. Die imposant hochgewölbte Kuppel mit einem Durchmesser von mehr als 14 m prägt den heutigen Kirchenraum und trotz all seiner barocken Gliederung mit Pilastern, Kranzgesimsen und ausgestalteten Friesen ist auch heute noch die gotischen Grundstruktur ablesbar. Planung Die erste Haushaltunterlage zur Instandsetzung der Pfarrkirche St. Nikolaus in Mühldorf basiert auf dem Planungsauftrag aus 1997. Die Planung umfasst die Instandsetzung des Sockelbereichs incl.
Beschreibung
Baugeschichte Die erste urkundliche Erwähnung der Stadtpfarrkirche St.
Nikolaus findet sich zur Einweihung der neu errichteten vierjochigen Pfeilerbasilika nach den Mühldorfer Stadtbrand in 1285.
Von dieser sind auch heute noch der Westturm mit romanischen Portal und Vorhalle erhalten.
Es wird vermutet, dass es bereits Vorgängerbauten gab.
1768 stürzte nach Bauarbeiten im Hauptschiff das Gewölbe und die Südwand ein.
Aufgrund von Baufälligkeit der restlichen Tragkonstruktion musste ein großer Teil des Kirchenschiffs daraufhin abgerissen werden.
Am romanischen Kirchturm wurde bei einem Blitzschlag die Turmpyramide zerstört und der Turmhelm wurde zur heutigen Kuppelform umgestaltet.
Nach dem Bau der neuen Kirche 1769/70 malte Johann Martin Heigl, Schüler und Mitarbeiter von J.
B.
Zimmermann, bereits 1771 die Deckengemälde im Chor und Kirchenschiff.
Die imposant hochgewölbte Kuppel mit einem Durchmesser von mehr als 14 m prägt den heutigen Kirchenraum und trotz all seiner barocken Gliederung mit Pilastern, Kranzgesimsen und ausgestalteten Friesen ist auch heute noch die gotischen Grundstruktur ablesbar.
Von besonderer Bedeutung sind die hochwertig gefertigten Altäre aus Marmor und die sogn.
Bäckerkapelle.
Somit blickt die Pfarrkirche St.
Nikolaus auf eine bewegte umfangreiche Baugeschichte mit vielen Um- und Anbauten in den unterschiedlichsten Epochen zurück.
Renovierungsmaßnahmen fanden im vergangenen Jahrhundert folgend statt: 1945-48 Innenrenovierung, nach der Beseitigung vom Hausschwamm wurde 1962 eine Fassadensanierung durchgeführt (inkl.
„Trockenlegung“ ´System Brannekämper972 wurden Raumschale und Altäre restauriert, 1978 erfolgte der Einbau der Warmluftheizung, 1992 wurde der behindertengerechte Zugang hergestellt.
Planung Die erste Haushaltunterlage zur Instandsetzung der Pfarrkirche St.
Nikolaus in Mühldorf basiert auf dem Planungsauftrag aus 1997.
Diese HU Bau wurde von 2016 bis 2021 überarbeitet.
Somit liegen bereits zahlreiche Gutachten und Untersuchungen, sowie teils aufwendig ausgearbeitete Musterachsen zur Überarbeitung Fassade, Raumschale und Ausstattung aus vergangenen Jahrzehnten vor.
Die Gesamtinstandsetzung beinhaltet die statische Instandsetzung der Dach- und Deckenkonstruktion incl.
Dachhaut, eine Fassadensanierung (Naturstein, Putze, innen & außen, lt.
Musterachse), eine umfassende Erneuerung der Haustechnik (ELT und HLS) und die Restaurierung des Innenraumes incl.
Ausstattung.
Die bereits 1998 erstellte Musterachse an der Südfassade zeigt die umfangreiche Überarbeitung der Fassaden.
Die Planung umfasst die Instandsetzung des Sockelbereichs incl.
Rückbau ´System Brannekämper´, die Überarbeitung der Fenster und die Restaurierung der Putzfassaden in Kalktechnik.
Im Innenraum zeigen die Musterachsen aus 1998 und 2016 eine konservatorische Restaurierung der Oberflächen.
Vorab: Raumschale, Deckenbildern und historischer Ausstattung (Altäre, Bilder, Figuren, Leuchter) orientieren sich an der konzeptionellen Fassung, eventuell eine Modifikation der Farbgebung in einer technisch hochwertigen Restaurierung.
Die Stuckarbeiten beinhalten Sicherungen und Teilfestigungen.
Die genaue Ausarbeitung der Leistungsbeschreibung der erstellten Musterachsen bedarf jedoch der Wiederinaugenscheinnahme und Überprüfung des heutigen Zustandes.
Dieser und das Restaurierungskonzept sind noch mit den Fachbehörden abzustimmen.
Die haustechnischen Anlagen sind zu überarbeiten, bzw.
zu erneuern: Heizungserneuerung (Heizzentrale im Nebengebäude, Umbau vorh.
Warmluftheizung, Heizverteiler, Temperierung Sakristeien, etc.), Erneuerung Sanitär, Erneuerung Hausanschluss/Verteiler, Blitzschutz, Feuchteregulierung durch elektr.
Lüftungssteuerung, Beleuchtung, Gehörlosenschleife, Lautsprecheranlage, Glockensteuerung).
Die Pfarrei wünscht die Umsetzung des 2.
Vatikanischen Konzils und die Entfernung des provisorischen Volksaltars.
Hierzu wird das Kunstreferat EOM den Entwurf zur künstlerischen Ausgestaltung der liturgischen Orte in Auftrag geben.
Dieser ist in die Planung der Innenrenovierung mit zu berücksichtigen (Abstimmung Statik, Haustechnik, Zeitplan).
Nun soll die Gesamtinstandsetzungsmaßnahme der Pfarrkirche St.
Nikolaus Mühldorf realisiert werden.
Beim Pressetermin im vergangenen Jahr 2024 wurde in Mühldorf der Wunsch geäußert, folgende Termine in der Zeitplanung zu berücksichtigen: am 15.
August 2025 feiert die Pfarrkirche ihr 250jähriges Weihejubiläum, im Jahr 2035 feiert die Kreisstadt Mühldorf am Inn ihr 1100jähriges Stadtgründungsjubiläum.
Baugeschichte Nachdem 2 Jahre zuvor die Sebastiansreliquie erworben wurde, findet sich in den Archiven 931 die erste urkundliche Erwähnung des (Augustiner) Klosters.
970 wurde die erste Kirchweih in Ebersberg gefeiert.
Viele Ordenswechsel und zwei Großbrände 1305 und 1781 prägten das gesamte Klosterensemble.
Die letzte große bauliche Veränderung der 1751 reich an Stuck und Fresken (werden der Werkstatt Johann Baptist Zimmermann zugeschrieben), durch den Jesuitenorden ausgestattete Kirche erfuhr das Gebäude allerdings mit dem Brand und dessen Auswirkungen 1781.
Hier stürzte das Gewölbe des Kirchenschiffes ein, verschont blieben u.
a.
die Apsis im Chorraum und die Seitenschiffe mit den 1751 gestalteten Wand- und Gewölbestuckierungen, die außergewöhnlich große spätgotische Sakristei mit mittelalterlichen Fresken und auch die 1668 errichtete Sebastianskapelle in der oberen Sakristei.
Auch am Westgiebel der Pfarrkirche St.
Sebastian zeichnen sich diese unterschiedlichsten Bauepochen ab.
Die beiden Kirchtürme mit originaler Treppenspindel werden auf 1230 datiert.
Allerdings ist nur der Südturm über Dach geführt und beherbergt die 5 Glocken und eine original erhaltene mechanische Turmuhr aus dem Jahr 1784.
Eine aussergewöhnliche Nutzung erfuhr das Emporengeschoß zwischen den Türmen bis ins Jahr 1990.
Die heute sogn.
Ämterempore wurde bereits vor der Säkularisation von einem Rentbeamten, ab 1812 dann auch vom Landrichter (in direkter Anbindung zu seiner im 1.
OG benachbarten Wohnung im Amtsgebäude) als Oratorium ´in Besitz´ genommen.
Bereits 1842 erfolgte die Erweiterung der Nutzung durch die Amtsvorstände von Bezirksamt, Rentamt, Forstamt und Landgericht.
Die dreischiffige Hallenkirche mit seinem über 4 Joche langgezogenem Chor blickt somit auf eine umfangreiche Baugeschichte mit vielen Um- und Anbauten in den unterschiedlichsten Epochen zurück.
Das heutige Erscheinungsbild des Kirchenraums ist geprägt durch die 1783 unter dem Malteserorden erschaffenen klassizistischen Stuckierungen und Fresken, im damals neu errichteten Tonnengewölbe des Mittelschiffes.
Die reichen Stuckierung und Ausmalungen der Decken, die Anzahl an Altären, figürlicher Ausstattung und Altarbildern unterstreichen auch heute noch die Bedeutung der Verehrung des Hlg.
Sebastian.
Renovierungsmassnahmen fanden im letzten Jahrhundert (Innenrenovierung), in den ´60er („Trockenlegung“ ´System Brannekämper`, Fassadeninstandsetzung, Raumschale und Haustechnik, Anbau Treppenhaus, Betonringanker Sakristei und Chorraum) und in den ´90ern (Haustechnikrückbau, Liturgie, Rep.
Dachkonstruktion, Erneuerung Dachhaut) statt.
Planung Die bereits 2011 erstellte Haushaltunterlage zur Instandsetzung der Pfarrkirche St.
Sebastian in Ebersberg basiert auf dem Planungsauftrag aus 2004.
Somit liegen bereits zahlreiche Gutachten und Untersuchungen der Pfarrkirche aus vergangenen Jahrzehnten vor.
Die Gesamtinstandsetzung beinhaltet die Fassadensanierung incl.
Rückbau System Brannekämper mit Sockelsanierung (Putze, innen & aussen), die Ertüchtigung statisch relevanter Bauteile (Altreparaturen im Dach, statische Ertüchtigung Empore & Vorhalle, Risse Mauerwerk) und die Instandsetzung des Innenraumes incl.
Ausstattung.
Die 2009 erstellten Musterachsen an Raumschale, Deckenbildern und historischer Ausstattung (Altäre, Bilder, Figuren, Leuchter) orientieren sich an der konzeptionellen Fassung der letzten Redaktion aus den 60er Jahren, die bereits versuchten die Erstfassung von 1783 zu rekonstruieren.
Zusätzlich soll nun die Abnahme der sandhaltigen Wandanstriche und eventuell eine Modifikation der Farbgebung in einer technisch hochwertigen Restaurierung der Oberflächen inkludiert werden.
Die Stuckarbeiten beinhalten Sicherungen und Teilfestigungen.
Die Musterachsen für Instandsetzung der Raumschale und Konservierung der Ausstattung zeigen augenscheinlich heute sehr gute Ergebnisse.
Die genaue Ausarbeitung und Leistungsbeschreibung bedarf jedoch noch der Abstimmung mit den Fachbehörden.
Die haustechnischen Anlagen (ELT, Gehörlosenschleife, Alarmanlage, Lautsprecheranlage, Glockensteuerung, Bankstrahlheizungen, Blitzschutz) sind zu überprüfen und ggf.
mit in die Planung aufzunehmen.
Nun soll die Gesamtinstandsetzungsmaßnahme aktualisiert, in Teilen überarbeitet und nach Freigabe durch die Regierung von Oberbayern auch realisiert werden.
Die aktuelle heutige Situation hinsichtlich der statischen Untersuchungen Dach / Empore / Rissbilder und die Entwicklung des Anobienbefalls sollen mit den Gutachten 2009-11 abgestimmt werden.
Zusätzlich sind konzeptionelle Änderungen von den Räumlichkeiten aller Turmräume (Nord und Südturm), vom Eingangs-/Vorhallenbau mit Nebenräumen, der Ämterempore mit Chorproben- und angrenzendem Nebenräumen, die Nutzung von Herz-Jesu-Kapelle auf eine zeitgemässe pfarrliche Nutzung zu prüfen.
Hier sind die Nutzung (evtl.
auch Umnutzung und Neugestaltung für Bereiche Kinderkirche, Kirchencafe, Ausstellungsflächen, Lagerflächen), die damit verbundenen Brandschutzauflagen und die raumklimatischen Bedingungen zu überprüfen.
2031 feiert die Pfarrkirche 250 Jahre nach dem Brand Ihr 1100jähriges Jubiläum..
Unvollständige Daten
- !Kein Ort bekannt
Lose (2)
Los 1: Baugeschichte Die erste urkundliche Erwähnung der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus findet sich zur Einweihung der neu errichteten vierjochigen Pfeilerbasilika nach den Mühldorfer Stadtbrand in 1285. Von
Baugeschichte Die erste urkundliche Erwähnung der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus findet sich zur Einweihung der neu errichteten vierjochigen Pfeilerbasilika nach den Mühldorfer Stadtbrand in 1285. Von dieser sind auch heute noch der Westturm mit romanischen Portal und Vorhalle erhalten. Es wird vermutet, dass es bereits Vorgängerbauten gab. 1768 stürzte nach Bauarbeiten im Hauptschiff das Gewölbe und die Südwand ein. Aufgrund von Baufälligkeit der restlichen Tragkonstruktion musste ein großer Teil des Kirchenschiffs daraufhin abgerissen werden. Am romanischen Kirchturm wurde bei einem Blitzschlag die Turmpyramide zerstört und der Turmhelm wurde zur heutigen Kuppelform umgestaltet. Nach dem Bau der neuen Kirche 1769/70 malte Johann Martin Heigl, Schüler und Mitarbeiter von J. B. Zimmermann, bereits 1771 die Deckengemälde im Chor und Kirchenschiff. Die imposant hochgewölbte Kuppel mit einem Durchmesser von mehr als 14 m prägt den heutigen Kirchenraum und trotz all seiner barocken Gliederung mit Pilastern, Kranzgesimsen und ausgestalteten Friesen ist auch heute noch die gotischen Grundstruktur ablesbar. Von besonderer Bedeutung sind die hochwertig gefertigten Altäre aus Marmor und die sogn. Bäckerkapelle. Somit blickt die Pfarrkirche St. Nikolaus auf eine bewegte umfangreiche Baugeschichte mit vielen Um- und Anbauten in den unterschiedlichsten Epochen zurück. Renovierungsmaßnahmen fanden im vergangenen Jahrhundert folgend statt: 1945-48 Innenrenovierung, nach der Beseitigung vom Hausschwamm wurde 1962 eine Fassadensanierung durchgeführt (inkl. „Trockenlegung“ ´System Brannekämper972 wurden Raumschale und Altäre restauriert, 1978 erfolgte der Einbau der Warmluftheizung, 1992 wurde der behindertengerechte Zugang hergestellt. Planung Die erste Haushaltunterlage zur Instandsetzung der Pfarrkirche St. Nikolaus in Mühldorf basiert auf dem Planungsauftrag aus 1997. Diese HU Bau wurde von 2016 bis 2021 überarbeitet. Somit liegen bereits zahlreiche Gutachten und Untersuchungen, sowie teils aufwendig ausgearbeitete Musterachsen zur Überarbeitung Fassade, Raumschale und Ausstattung aus vergangenen Jahrzehnten vor. Die Gesamtinstandsetzung beinhaltet die statische Instandsetzung der Dach- und Deckenkonstruktion incl. Dachhaut, eine Fassadensanierung (Naturstein, Putze, innen & außen, lt. Musterachse), eine umfassende Erneuerung der Haustechnik (ELT und HLS) und die Restaurierung des Innenraumes incl. Ausstattung. Die bereits 1998 erstellte Musterachse an der Südfassade zeigt die umfangreiche Überarbeitung der Fassaden. Die Planung umfasst die Instandsetzung des Sockelbereichs incl. Rückbau ´System Brannekämper´, die Überarbeitung der Fenster und die Restaurierung der Putzfassaden in Kalktechnik. Im Innenraum zeigen die Musterachsen aus 1998 und 2016 eine konservatorische Restaurierung der Oberflächen. Vorab: Raumschale, Deckenbildern und historischer Ausstattung (Altäre, Bilder, Figuren, Leuchter) orientieren sich an der konzeptionellen Fassung, eventuell eine Modifikation der Farbgebung in einer technisch hochwertigen Restaurierung. Die Stuckarbeiten beinhalten Sicherungen und Teilfestigungen. Die genaue Ausarbeitung der Leistungsbeschreibung der erstellten Musterachsen bedarf jedoch der Wiederinaugenscheinnahme und Überprüfung des heutigen Zustandes. Dieser und das Restaurierungskonzept sind noch mit den Fachbehörden abzustimmen. Die haustechnischen Anlagen sind zu überarbeiten, bzw. zu erneuern: Heizungserneuerung (Heizzentrale im Nebengebäude, Umbau vorh. Warmluftheizung, Heizverteiler, Temperierung Sakristeien, etc.), Erneuerung Sanitär, Erneuerung Hausanschluss/Verteiler, Blitzschutz, Feuchteregulierung durch elektr. Lüftungssteuerung, Beleuchtung, Gehörlosenschleife, Lautsprecheranlage, Glockensteuerung). Die Pfarrei wünscht die Umsetzung des 2. Vatikanischen Konzils und die Entfernung des provisorischen Volksaltars. Hierzu wird das Kunstreferat EOM den Entwurf zur künstlerischen Ausgestaltung der liturgischen Orte in Auftrag geben. Dieser ist in die Planung der Innenrenovierung mit zu berücksichtigen (Abstimmung Statik, Haustechnik, Zeitplan). Nun soll die Gesamtinstandsetzungsmaßnahme der Pfarrkirche St. Nikolaus Mühldorf realisiert werden. Beim Pressetermin im vergangenen Jahr 2024 wurde in Mühldorf der Wunsch geäußert, folgende Termine in der Zeitplanung zu berücksichtigen: am 15. August 2025 feiert die Pfarrkirche ihr 250jähriges Weihejubiläum, im Jahr 2035 feiert die Kreisstadt Mühldorf am Inn ihr 1100jähriges Stadtgründungsjubiläum.
Los 2: Baugeschichte Nachdem 2 Jahre zuvor die Sebastiansreliquie erworben wurde, findet sich in den Archiven 931 die erste urkundliche Erwähnung des (Augustiner) Klosters. 970 wurde die erste Kirchweih in E
Baugeschichte Nachdem 2 Jahre zuvor die Sebastiansreliquie erworben wurde, findet sich in den Archiven 931 die erste urkundliche Erwähnung des (Augustiner) Klosters. 970 wurde die erste Kirchweih in Ebersberg gefeiert. Viele Ordenswechsel und zwei Großbrände 1305 und 1781 prägten das gesamte Klosterensemble. Die letzte große bauliche Veränderung der 1751 reich an Stuck und Fresken (werden der Werkstatt Johann Baptist Zimmermann zugeschrieben), durch den Jesuitenorden ausgestattete Kirche erfuhr das Gebäude allerdings mit dem Brand und dessen Auswirkungen 1781. Hier stürzte das Gewölbe des Kirchenschiffes ein, verschont blieben u. a. die Apsis im Chorraum und die Seitenschiffe mit den 1751 gestalteten Wand- und Gewölbestuckierungen, die außergewöhnlich große spätgotische Sakristei mit mittelalterlichen Fresken und auch die 1668 errichtete Sebastianskapelle in der oberen Sakristei. Auch am Westgiebel der Pfarrkirche St. Sebastian zeichnen sich diese unterschiedlichsten Bauepochen ab. Die beiden Kirchtürme mit originaler Treppenspindel werden auf 1230 datiert. Allerdings ist nur der Südturm über Dach geführt und beherbergt die 5 Glocken und eine original erhaltene mechanische Turmuhr aus dem Jahr 1784. Eine aussergewöhnliche Nutzung erfuhr das Emporengeschoß zwischen den Türmen bis ins Jahr 1990. Die heute sogn. Ämterempore wurde bereits vor der Säkularisation von einem Rentbeamten, ab 1812 dann auch vom Landrichter (in direkter Anbindung zu seiner im 1. OG benachbarten Wohnung im Amtsgebäude) als Oratorium ´in Besitz´ genommen. Bereits 1842 erfolgte die Erweiterung der Nutzung durch die Amtsvorstände von Bezirksamt, Rentamt, Forstamt und Landgericht. Die dreischiffige Hallenkirche mit seinem über 4 Joche langgezogenem Chor blickt somit auf eine umfangreiche Baugeschichte mit vielen Um- und Anbauten in den unterschiedlichsten Epochen zurück. Das heutige Erscheinungsbild des Kirchenraums ist geprägt durch die 1783 unter dem Malteserorden erschaffenen klassizistischen Stuckierungen und Fresken, im damals neu errichteten Tonnengewölbe des Mittelschiffes. Die reichen Stuckierung und Ausmalungen der Decken, die Anzahl an Altären, figürlicher Ausstattung und Altarbildern unterstreichen auch heute noch die Bedeutung der Verehrung des Hlg. Sebastian. Renovierungsmassnahmen fanden im letzten Jahrhundert (Innenrenovierung), in den ´60er („Trockenlegung“ ´System Brannekämper`, Fassadeninstandsetzung, Raumschale und Haustechnik, Anbau Treppenhaus, Betonringanker Sakristei und Chorraum) und in den ´90ern (Haustechnikrückbau, Liturgie, Rep. Dachkonstruktion, Erneuerung Dachhaut) statt. Planung Die bereits 2011 erstellte Haushaltunterlage zur Instandsetzung der Pfarrkirche St. Sebastian in Ebersberg basiert auf dem Planungsauftrag aus 2004. Somit liegen bereits zahlreiche Gutachten und Untersuchungen der Pfarrkirche aus vergangenen Jahrzehnten vor. Die Gesamtinstandsetzung beinhaltet die Fassadensanierung incl. Rückbau System Brannekämper mit Sockelsanierung (Putze, innen & aussen), die Ertüchtigung statisch relevanter Bauteile (Altreparaturen im Dach, statische Ertüchtigung Empore & Vorhalle, Risse Mauerwerk) und die Instandsetzung des Innenraumes incl. Ausstattung. Die 2009 erstellten Musterachsen an Raumschale, Deckenbildern und historischer Ausstattung (Altäre, Bilder, Figuren, Leuchter) orientieren sich an der konzeptionellen Fassung der letzten Redaktion aus den 60er Jahren, die bereits versuchten die Erstfassung von 1783 zu rekonstruieren. Zusätzlich soll nun die Abnahme der sandhaltigen Wandanstriche und eventuell eine Modifikation der Farbgebung in einer technisch hochwertigen Restaurierung der Oberflächen inkludiert werden. Die Stuckarbeiten beinhalten Sicherungen und Teilfestigungen. Die Musterachsen für Instandsetzung der Raumschale und Konservierung der Ausstattung zeigen augenscheinlich heute sehr gute Ergebnisse. Die genaue Ausarbeitung und Leistungsbeschreibung bedarf jedoch noch der Abstimmung mit den Fachbehörden. Die haustechnischen Anlagen (ELT, Gehörlosenschleife, Alarmanlage, Lautsprecheranlage, Glockensteuerung, Bankstrahlheizungen, Blitzschutz) sind zu überprüfen und ggf. mit in die Planung aufzunehmen. Nun soll die Gesamtinstandsetzungsmaßnahme aktualisiert, in Teilen überarbeitet und nach Freigabe durch die Regierung von Oberbayern auch realisiert werden. Die aktuelle heutige Situation hinsichtlich der statischen Untersuchungen Dach / Empore / Rissbilder und die Entwicklung des Anobienbefalls sollen mit den Gutachten 2009-11 abgestimmt werden. Zusätzlich sind konzeptionelle Änderungen von den Räumlichkeiten aller Turmräume (Nord und Südturm), vom Eingangs-/Vorhallenbau mit Nebenräumen, der Ämterempore mit Chorproben- und angrenzendem Nebenräumen, die Nutzung von Herz-Jesu-Kapelle auf eine zeitgemässe pfarrliche Nutzung zu prüfen. Hier sind die Nutzung (evtl. auch Umnutzung und Neugestaltung für Bereiche Kinderkirche, Kirchencafe, Ausstellungsflächen, Lagerflächen), die damit verbundenen Brandschutzauflagen und die raumklimatischen Bedingungen zu überprüfen. 2031 feiert die Pfarrkirche 250 Jahre nach dem Brand Ihr 1100jähriges Jubiläum.
Dokumente (2)
Score-Details
Lead-Status
Auftraggeber
Staatliches Bauamt Rosenheim
83022
- Quelle
- ted_api
- Externe ID
- 488759-2025
- Veröffentlicht
- 25.07.2025